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„Hände der Natur“ als Baumeister

Haben Sie schon einmal Jenga gespielt? Viele Holzbausteine aus denen ein Turm entsteht. Der fällt zwar irgendwann wieder um, aber ein kluger Plan zögert das hinaus. Dem innovativen Konstrukt, das in Kürze in Wien gebaut werden soll und uns ein bisschen an die Basis dieses Geschicklichkeitsspiels erinnert, liegt ebenfalls ein ausgeklügeltes Konzept zu Grunde, lässt es aber bestimmt nicht einstürzen – im Gegenteil, das „HoHo“ soll Wohnen, Arbeiten und Entspannen für Generationen vereinen.

Auf rund 240 Hektar Gesamtfläche entsteht derzeit eine Stadt in der Stadt. Rund um einen See im Nordosten Wiens angelegt, sollen sich rund 20.000 Personen im neuen, multifunktionalen Stadtteil Aspern permanent und rundum wohl fühlen. Geplant sind neben Wohnungen auch Schulen, einen eigener Bahnhof, ein Seepark, eine Einkaufsstraße, Einrichtungen für Forschung, Wissenschaft und Bildung sowie ein Schwerpunktangebot für technologieaffine Unternehmen und innovative Startups.

Und mitten drin in diesem neuen Stadtteil soll bis 2018 mit 84 Metern Höhe auch das höchste Holzhochhaus der Welt, das „HoHo“ gen Himmel ragen. Nach dem Prinzip „Alles unter einem Dach“ finden auf 24 Stockwerke verteilt Wohnungen, Büroflächen, Restaurants, ein Hotel sowie Wellness- und Gesundheitsbereiche Platz und sollen für eine spezielle Symbiose von Work & Life Balance sorgen.

Noch befinden sich die „Bauherren“ der Kerbler Gruppe mitten im baubehördlichen Verfahren, im Frühjahr 2016 erfolgt dann voraussichtlich der Spatenstich für das rund 65 Millionen Euro Projekt direkt neben der Endstation „Seestadt“ der U-Bahnlinie 2. Laut Plan soll der Holzanteil ab dem Erdgeschoss bei 75% liegen was rund 3.600m3 entspricht. Den Architekten schwebt eine Fassade, die an eine Baumrinde erinnert, und das aktive Erleben dieses Naturmaterials mittels sichtbaren Holzelementen und -oberflächen im Inneren vor. Ein ausgeklügeltes Low Tech High Energy Konzept mit Aufzügen mit Energierückgewinnung, Photovoltaik-Anlagen, Luft-Wasser Kollektoren, Fundamentabsorber und einem dezentralen Lüftungssystem sowie eine überarbeitete Hybridbauweise stehen für einen beachtlichen Nachhaltigkeitsgrad.

Auch wenn ein Bau komplett aus Holz allein aus sicherheits- und brandschutztechnischen Gründen wohl nicht möglich ist, so steht das Element Holz beim Pionier-Projekt „HoHo“ doch immer im Vordergrund.

Wer eine neue Idee hat, ist ein Spinner, bis die Idee einschlägt. (Mark Twain)

Mehr zu diesem Thema unter: www.hoho-wien.at und www.aspern-seestadt.at

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